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Lichtverschmutzung durch Windenergieanlagen reduziert

Meldung vom 13.12.2016

Die HessenEnergie setzt Wegfall von Leuchtfeuer durch

Nächtliche Flugsicherungsanlagen sind seit langem ein Dorn im Auge. Gerade den Anwohnern in den windreichen Mittelgebirgen, aber auch der HessenEnergie Gesellschaft für rationelle Energienutzung mbH, Tochter der ovag Energie AG und bedeutender Projektierer und Betriebsführer von Windkraftanlagen aus Wiesbaden.

Mit Beharrlichkeit ist der HessenEnergie nun eine Entlastung in dieser Frage gelungen: In einem ersten Schritt wurde in vier Windparks in Süd- und Mittelhessen auf Antrag der HessenEnergie der Wegfall von Leuchtfeuer durch die Flugsicherheitsbehörde genehmigt. Weitere Windparks in Nordhessen, in der Betriebsführung der HessenEnergie und auch anderer Betreiber, werden folgen.

„Die HessenEnergie verantwortet derzeit die Betriebsführung für rund einhundert Windenergieanlagen an dreißig Standorten in Hessen“, berichtet Gerd Morber, Bereichsleiter Erneuerbare Energien / Windenergie bei der HessenEnergie. Da jede Beleuchtungsebene am Turm in vier Himmelsrichtungen leuchte, würden bislang neun Leuchtkörper pro moderner Windenergieanlage verbaut. „Durch die Genehmigung der Flugsicherungsbehörde auf die vier unteren Leuchten verzichten zu können, reduziert sich die Lichtverschmutzung zukünftig um annährend fünfzig Prozent“, freut er sich.

Die Genehmigung zum Wegfall der unteren Beleuchtungsebene stützt sich auf eine bisher in der Branche weitgehend unbeachtete Neuregelung der vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur geänderten Allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Kennzeichnung von Luftfahrthindernissen. Dazu das Regierungspräsidium Gießen: „Gegen die von HessenEnergie angezeigten Maßnahmen wurden keine Bedenken vorgebracht. Das angezeigte Vorhaben (Wegfall der unteren Beleuchtungsebene) stellt eine Änderung der Genehmigungsauflagen dar, bedarf aber keiner Genehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz. Als Fachbehörde wurden bezüglich der Luftverkehrssicherheit die Luftverkehrsbehörde beim Regierungspräsidium Kassel angehört“.

Also uneingeschränkt grünes Licht der Behörde für eine generelle Reduzierung der Lichtverschmutzung, weshalb bei HessenEnergie in einem ersten Schritt rasch 68 Leuchten an Windenergieanlagen in Kefenrod, Lautertal sowie in Ulrichstein im Hohen Vogelsberg abgeschaltet werden. Weitere Anträge auf Wegfall der unteren Beleuchtungsebene sollen folgen: Eine gute Nachricht für Anwohner und Betreiber von Windkraftanlagen.


Die hessenENERGIE ist ein 100%-tige Tochter der ovag Energie AG, einem rein kommunalen Dienstleistungsunternehmen, das über die Oberhessische Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (OVVG) im alleinigen Eigentum der drei Landkreise Wetterau, Vogelsberg und Gießen steht.

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