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Wenn kein Trick funktioniert, gibt es etwas zu lachen

Meldung vom 26.10.2017

45 Artristen aus 15 Nationen beim 16. Internationalen Neujahrs-Varieté der OVAG im Jugendstiltheater Bad Nauheim

Ein Hauch von mysteriösem Zauber wird sich im altehrwürdigen Jugendstiltheater des ConParc-Hotels in Bad Nauheim ausbreiten, wird wohl bei einigen der Besucher einen leichten Schauder auslösen: Können die das wirklich oder benutzen die irgendeinen Trick? Wie nur ist es möglich, dass sie mit verbundenen Augen Gegenstände benennt, die das Publikum aus seinen Taschen holt? Wie errät sie die Gedanken von Menschen, die als freiwillige Mitspieler die Bühne betreten? Wie „sieht“ sie den Vornamen der Mutter oder des Vaters eines dieser Freiwilligen?

Offener Münder, hochgezogene Augenbrauen, kreisende Gedanken löst in aller Regel das Duo Sonambul aus: Vivian Sommer und Olaf Thurau aus Berlin, die das 16. Internationale Neujahrs-Varieté der OVAG vom 9. Januar bis 4. Februar 2018 mit einer nicht alltäglichen Spielart des Showgeschäfts bereichern: Telepathie, Hypnose und Psychomagie. Willkommen bei dieser „Tour de Trance“!

Staunen ist aber auch bei den restlichen 45 Artisten aus 16 Nationen angesagt, welche für insgesamt 46 Shows (an den meisten Veranstaltungstagen sind zwei Shows angesetzt) nach Bad Nauheim kommen zu einem Spektakel, das weit und breit seines gleichen sucht. Etwa die 23-jährige Spanierin Cristina Garcia aus Madrid. Sie verbiegt nicht nur ihren Körper als sei dieser frei von Knochen und Gerippe, sondern schießt zum Höhepunkt ihrer Kür auch noch meisterhaft mit Pfeil und Bogen, nicht mit den Händen, i wo: mit ihren Füßen!

Verkörpert sie Eleganz und Grazie, dominieren bei dem Duo A & A, einem US-Amerikaner und einem Russen, Kraft und unglaubliche Körperkunstwerke. Jeder Muskel sticht bei diesen Modellathleten hervor, wenn sie sich gegenseitig in die Luft wuchten oder sich in der Waagrechten halten, als sei der Partner bloß ein Papiergewicht. Das lässt die Frauen im Publikum zumindest innerlich jubilieren und die Männer darüber nachdenken, ob nicht wieder einmal ein Besuch im Fitnessstudio angebracht sei …

Während A & A sich eher gemächlich bewegen, quirlen die fünf Jungs von der Gruppe Tron Dance aus Bulgarien gleich Wirbelwinden über die Bühne. Eine Neuheit in der Varieté-Geschichte: Die Künstler tanzen in der Dunkelheit. Durch LED-Lämpchen, die an ihren Anzügen befestigt ist, wird ihre irre Choreographie sichtbar. Ein besonderes sinnliches Erlebnis.

Kein Varieté ohne Zauberei: Diese vertritt in diesem Jahr Ma Yan Yan aus Peking. Sie tanzt im Ballettkostüm Spitze und zaubert währenddessen, woher auch immer, alle möglichen Utensilien. Aus dem Reich der Mitte kommt außerdem Zhang Fan (Shanghai). Fan gilt als der ungekrönte König des Schlappseils, welches er mit gewagten Tricks beschreitet. Mal auf den Händen, mal kopfüber auf dem Einrad. Das Genre der Jonglage vertritt Paul Ponce aus Buenos Aires. Keulen, Ringe und Hüte fliegen bei ihm in rasantem Tempo durch die Luft – und landen sicher wieder in seinen Händen. Gespickt ist seine Aufführung mit Esprit und Witz. Für den Witz an sich – besser gesagt für schwarzen Humor – steht das Berliner Duo der Collins Brothers. Da gibt es einiges zu lachen, wenn ein Trick auf den anderen schief geht … Was aber an diesem Abend die Ausnahme sein sollte.

Eintrittskarten zwischen 30 und 34 Euro bei der OVAG in Friedberg in der Ludwigstraße 27 – 29, in den Geschäftsstellen der Wetterauer Zeitung in Bad Nauheim und Friedberg, im Ticket-Shop Friedberg, beim Stadtmarketing Bad Nauheim, telefonisch unter 06031 6848 1113 sowie im Internet unter www.adticket.de

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Portrait von Andreas Matlé