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100 MW-Marke fast erreicht

Meldung vom 23.02.2017

ovag Energie AG kratzt mit neuem Windpark in Mücke an dreistelli-ger Zahl bei installierter Windleistung

Zielgenau, wie im Projektplan vorgesehen, konnte bereits kurz vor Jahresende der Windpark Mücke mit zwei Windenergieanlagen vom Typ Enercon E 115 mit je drei Megawatt (MW) elektrischer Leistung in Betrieb genommen werden. Betreiber ist die ovag Energie AG, einer der großen regionalen Energiedienstleister in Hessen.

„Die jetzt erreichte Größe unseres Windportfolios von 96 MW ist Er-gebnis einer konsequenten Ausrichtung unseres Unternehmens auf den Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energien in den vergangenen zweieinhalb Jahrzehnten“, sagt ovag Energie Vorstand Rainer Schwarz. „Schließlich waren wir schon zu Beginn der Neunzigerjahre Wegbereiter für die Entwicklung der ressourcen- und klimascho-nenden Windenergie in Oberhessen. Energiewende vor Ort ist un-trennbar mit unserem Unternehmen verbunden.“

Die neuen Anlagen mit einer Nabenhöhe von 149 Metern und einem Rotordurchmesser von 115 Metern reichen mit ihrer Gesamthöhe von rund 206 Metern deutlich über die am Standort bereits vorhan-denen Anlagen hinaus. „Der Standort ist bewiesenermaßen sehr windhöffig. Wir erwarten hier einen Jahresstromertrag von etwa 13,4 Millionen Kilowattstunden, entsprechend dem Jahresbedarf von rund 3.860 Haushalten – ein Ertrag, der sich im Vergleich zu anderen hessischen Windparkstandorten gut sehen lassen kann“, betont Dr. Hans-Peter Frank, verantwortlich bei ovag Energie AG für den Be-reich Handel und Erzeugung und Mitgeschäftsführer bei der Hes-senEnergie, Tochter des Unternehmens und verantwortlich für die Projektentwicklung.

„8.100 Tonnen klimaschädliches CO2 aus der herkömmlichen Stromerzeugung können diese Anlagen vermeiden“, ergänzt Mückes Bürgermeister Matthias Weitzel und erinnert sich an die lange Ge-schichte des Projektes: „Schon im August 2012 haben wir einen städtebaulichen Vertrag geschlossen, um der weiteren dezentralen Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien den Weg auch in unse-rer Gemeinde zu ebnen. Nutzung von Windenergie ist in unserer Gemeinde bereits etabliert, daher findet sie in der Bürgerschaft große Unterstützung. Natürlich hilft, dass wir über Pachteinnahmen auch einen ökonomischen Nutzen aus dem Projekt für die Gemeinde realisieren können“.

Wie kompliziert die Realisierung des Projektes war, beweist, dass ursprünglich vier weitere Anlagen geplant waren, denen jedoch Ge-nehmigungshindernisse entgegenstanden. Nur mit fachlich fundierter, intensiver Standortuntersuchung ließ sich der jetzige Erfolg erar-beiten. „Mit unseren ausgiebigen naturschutzfachlichen Untersu-chungen an diesem Standort konnten wir nachweisen, dass Natur- bzw. Artenschutz und eine nachhaltige Energieversorgung hier zu-sammenzubringen sind“, erläutert Anja Burberg, verantwortlich bei der HessenEnergie für das Genehmigungsverfahren. „So war eine sorgsame manuelle Fällung zum Schutz der Haselmaus ohne schweres Gerät Voraussetzung für die Zustimmung der Oberen Na-turschutzbehörde zu dem Vorhaben sowie eine gleichzeitige Habi-tataufwertung für diese schützenswerte Spezies“, ergänzt Gerd Morber, Bereichsleiter Windenergie bei der HessenEnergie. Um den strengen gesetzlichen Auflagen beim Artenschutz nachzukommen, gibt es eine Fledermaus- und Kranichzugabschaltung: Bei hohem Aufkommen dieser Arten werden die Windenergieanlagen gestoppt um damit Kollisionen mit den Rotorblättern entgegenzuwirken.

Gerade hat die hessische Landesregierung die Zubauzahlen für Windenergie in Hessen in 2016 veröffentlicht und den absoluten Bestand. „Gemessen an 316 MW Zubau hat allein die ovag Energie mit drei neuen Windparks im Jahr 2016 gut acht Prozent zu diesem Wachstum beigetragen“, freut sich Hans-Peter Frank. „Und auch von den gut 1.700 MW insgesamt in Hessen installierter Leistung hat HessenEnergie etwa acht Prozent entwickelt und ist mit deren Be-triebsführung beauftragt. Beweis für eine langfristige und stetige Entwicklung auf diesem Sektor.“

Rund elf Millionen Euro hat der Energieversorger für das Projekt in Mücke veranschlagt. Damit summieren sich die Investitionen der ovag Energie AG in Windprojekte im vergangenen Jahr auf einen eigenen Rekordwert von über 40 Millionen Euro „Unser Credo ist seit Anbeginn, so viel wie möglich an Wertschöpfung in der Region und bei den Kommunen zu belassen. Das haben wir auch in diesem Pro-jekt mit dem Engagement von regionalen Baufirmen und Dienstleis-tern gewährleisten können“, betont Rainer Schwarz das Selbstver-ständnis der Unternehmensgruppe, die auf eine über 100-jährige Geschichte in Oberhessen blicken kann.

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